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Strussnig GmbH

Kärntens Fenster N°1
mit MEGABAU als Basis
für künftiges Wachstum

  • Umstellung auf moderne ERP-Plattform – Microsoft Dynamics 365 Business Central, Version BC 26 auf aktuellem Technologiestand
  • Massive Vereinfachung der Systemlandschaft – keine „100 Programme“ mehr, integrierte Systeme statt Vielzahl an Insellösungen
  •  Effizientere Prozesse – Geschäftsabläufe durchgängig in Microsoft Business Central und MEGABAU abgebildet, tagtäglich erfolgreich im Einsatz

Was im Jahr 1902 als Huf- und Wagenschmiede seinen Lauf nahm, ist heute Kärntens Fenster N° 1 und Komplettanbieter von Fenstern, Türen, Sonnen- und Insektenschutz.

Nachdem das Unternehmen 1970 mit der Herstellung moderner Kunststofffenster begann, stiegen das Kundeninteresse und die Anfragen über die Jahre hinweg rasant an. Heute wird ein weites Sortiment verschiedener Produkte angeboten – von der einbruchschützenden Haustüre bis hin zum edlen Holzfenster mit Deckschale aus Alu – sowie zahlreiche Dienstleistungen.

Qualität wird bei Strussnig GmbH seit jeher groß geschrieben: Mit regionalen, hochwertigen Materialien werden im Werk in Einöde bei Villach jährlich rund 20.000 Fenster gefertigt. Die Unternehmensphilosophie einer ganzheitlichen Leistungspalette garantiert jedem einzelnen Kunden ein wahres Rundum-Service von der Beratung über die Herstellung bis hin zu Montage, Wartung und Reparatur. Das Label „Kärntens Fenster N° 1“ wird dabei nicht nur mit Stolz getragen, sondern auch als Verantwortung gesehen – gegenüber den Kunden.

In unserem Interview im März 2026 sprachen Gerhard Gölles / zuständiger IT-Leiter und ERP Teamleiter bei der Rekord Franchise GmbH, Sigrid Ofner / Teamleitung Office bei Strussnig GmbH sowie ihr Kollege Daniel Orter / Teamleitung Projekte, sehr offen über die Ausgangssituation mit veralteten Systemen / Versionen, bestehenden Individuallösungen und unterschiedliche Probleme, die dadurch im Unternehmen aufgetreten sind – und das Team somit dazu bewogen haben, bewusst den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen: also die Systeme grundlegend neu aufzusetzen und auf die neuesten Versionen zu gehen. Zudem wurde über den konkreten Projektverlauf berichtet – über die Test-Migration bis hin zum entspannt und ruhig erfolgten Live-Start sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Team von ND Projects / Network Dimensions. Weiters über die konkreten Erfolge durch die durchgeführte Systemintegration und erreichte Vereinheitlichung von Prozessen. Auch die Learnings und geplante nächste Schritte – etwa weitere Systemupdates und Automatisierungen – waren Thema des ausführlichen Gesprächs.

1. Ausgangssituation: Ihr Unternehmen arbeitete bereits seit vielen Jahren mit Lösungen auf Basis von Microsoft Dynamics NAV / Business Central – so auch mit MEGABAU – wie sah Ihre gewachsene Systemlandschaft aus (vor der Umstellung auf die neuesten Versionen)?

Gerhard Gölles
Gerhard Gölles, zuständiger IT-Leiter und ERP Teamleiter

Gerhard Gölles, zuständiger IT-Leiter und ERP Teamleiter bei Rekord Franchise GmbH, zu der auch Strussnig Fenster gehört, macht den Anfang: „Grundsätzlich hatte Strussnig schon seit Anfang / Mitte der 2000er-Jahre ein ERP-System im Einsatz. Die Version NAV 2009 – also die bereits ziemlich in die Jahre gekommene alte ERP-Version – ist jedenfalls bis vor kurzem bei uns verwendet worden. Die Branchenlösung MEGABAU war auch schon damals integriert.“ 

„Es war grundsätzlich eine On-Prem-Systemlandschaft und es hat viele Individuallösungen gegeben – von den Modulen her war unser Zahlungsverkehr-Modul drinnen. Und auch eine Zusatz-Software für Finanzmanagement, da es eine Lizenzierung gab über Strussnig. Und dann ein weiteres Modul für Dokumentenmanagement. Das war alles vor der Migration – also teilweise Module, die wir gar nicht im Einsatz gehabt haben oder die nicht mehr verwendet wurden“, erläutert Gerhard Gölles.

„Ich habe im September bei Rekord angefangen – und im Jänner 2024 starteten wir mit dem Projekt und kamen sehr bald zum Schluss, Strussnig braucht ein neues ERP-System, weil die alte Systemlandschaft ist nicht mehr kompatibel mit dem von uns verwendeten Lohnmodul – das wird nicht mehr weiter supported. Und dann sind wir auf die Reise gegangen um zu schauen, was es am Markt aktuell gibt: So zum Beispiel auch, was MEGABAU jetzt in der neuesten Version bietet. Wir haben also zunächst eine entsprechende Evaluierung gemacht. Im Zuge dessen fand dann der Partnerwechsel zu Network Dimensions statt“, so Gölles weiter.

2.  Was hat Sie dazu bewogen, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen und auf die aktuellsten Versionen von MEGABAU und Microsoft Dynamics 365 Business Central zu migrieren?

Gerhard Gölles schildert die anfängliche Problemlage: „Wir hatten bei Strussnig schon über längere Zeit keinen ausreichenden ERP-Support mehr. Es gab einen externen Berater, der auch Entwickler war – da wurde in den letzten Jahren viel programmiert, ohne etwas zu dokumentieren und ohne dass die Schlüsselpersonen wussten, was da wirklich passiert ist. Die Herausforderung ist natürlich dann gewesen, den Ist-Prozess zu definieren oder niederzuschreiben – wo aber keiner mehr gewusst hat, warum ist das so? Ist das jetzt Standard oder war das eine Anpassung? Das ist dann auch später im Zuge der gesamten Projektlaufzeit manchmal hochgekommen, dass wir – oder die handelnden Personen – einfach nicht gewusst haben, ist das Standard gewesen oder MEGABAU oder eine Anpassung? Das war vor allem am Anfang die Herausforderung, das ein bisschen „herauszuklauben“.

„Und noch ergänzend – Ziel war bei der Analyse folgende Ausgangssituation: Wir wollen zukünftig – soweit es möglich ist, beim Standard bleiben – und nicht alles extra verprogrammieren. Aber natürlich geht das nicht zu 100 Prozent bei einem Fensterhersteller und einem extern angebundenen Fensterprogramm“, fügt Gölles hinzu.

Sigrid Ofner, Teamleitung Office bei Strussnig, ergänzt noch einige konkrete Details zum erforderlichen Handlungsbedarf aus der operativen Praxis: „Es war auch das Problem, dass bei uns zwar die Lagerbuchhaltung im System existent war, aber es wurde nie damit gearbeitet. Und wir wollten den Prozess der Inventur – der Lagerbewertung – strukturiert abbilden und dazu war es einfach auch notwendig, dass wir alles neu aufsetzen. Also, wir haben mit der alten Lagerbuchhaltung, wie sie in Navision ausgelegt war, nicht arbeiten können. Das wäre extrem aufwendig gewesen, das so aufzustellen, dass man damit richtig etwas anfangen kann.“

Sigrid Ofner beschreibt dazu weitere konkrete Probleme aus dem operativen Bereich, in denen es eklatante Mankos gab: „Wie gesagt, eine Inventurauswertung war nicht machbar durch das System. Dann haben wir auch das Problem gehabt im Zahlungsverkehr – dadurch, dass es ja keine Updates mehr geben hat. Es hat die Auftraggeberhaftung – die Haftungsprüfung – nicht mehr stattfinden können, weil da auf externe Webseiten verwiesen wird in der Prüfung, die einfach nicht mehr geöffnet werden konnten. Die hat man nicht mehr abfragen können, weil das System schon so veraltet war.“

„Dann haben wir auch das Problem gehabt bezüglich der Ausschreibungen: Wir haben viele Ausschreibungen – diese werden uns auf Datenträgern zur Verfügung gestellt, die wir dann einlesen müssen. Die haben wir jedoch nicht mehr einlesen können, weil einfach die Datenträgerformate schon zu aktuell waren für unsere alte Datenbank. Da haben wir dann auch wieder auf externe Ausschreibungssoftware ausweichen müssen, wo man dann wieder händisch alles nachtippseln musste. Also, es waren Sachen, die einfach nicht mehr zeitgemäß waren. Da hat uns die Zeit eingeholt, die EDV. Diese Sachen haben wir einfach im alten Navision-System nicht mehr abbilden können“, so Ofner weiter.

3.  Was hat Sie dazu bewogen, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen und auf die aktuellsten Versionen von MEGABAU und Microsoft Dynamics 365 Business Central zu migrieren?

Die Task-Force: Wer waren die handelnden Akteure für die Umsetzung der System-Modernisierung in Ihrer Organisation, welche Teams / Abteilungen? Und wer waren Ihre Ansprechpartner bei Network Dimensions / ND Projects?

Gerhard Gölles zum Projektablauf und den handelnden Akteuren: „Also, wir haben somit gestartet – das Projekt wurde von der Rekord-Franchisegruppe aus geleitet – und ist in der Gruppe abgewickelt worden, wo 3 Unternehmen drinnen waren. Die ersten Ansprechpartner waren für mich Sigrid Ofner und Daniel Orter, Teamleitung Projekte bei Strussnig – und von uns intern auch Gerd Hecher, unser IT-Leiter.“

„Wir haben zu Beginn des Projekts zunächst mal gesagt, wie schaut euer Ist-Prozess aus – schreibt es nieder, macht einmal eine Visualisierung, dass wir ein Dokument haben – eine aktuelle Prozessbeschreibung, mit der wir dann zu MEGABAU oder zu anderen Partnern hingehen können. Und diese sollen uns dann sagen, was man davon abbilden kann im Standard oder was man da vielleicht programmieren kann“, so Gölles zum internen Start des Projekts.

Gerhard Gölles weiter: „Und dann, als wir das Dokument hatten, haben wir eigentlich gleich den ersten Kontakt gehabt mit Florian Thurner, dem Geschäftsführer von ND Projects / Network Dimensions. Er hat den ersten Workshop mit uns gemacht, hat zunächst mal unsere Anforderungen mit uns gemeinsam besprochen, hat uns auch den aktuellen MEGABAU-Standard vorgezeigt – es hatte sich ja sehr viel getan zwischen den Versionen NAV 2009 und BC 26. In weiterer Folge sind natürlich dann auch die Key User dazugekommen von unserer Seite. Und von Network Dimensions / ND Projects auch Christoph Resei, der Projektleiter und Entwickler.“

„Wir haben uns jedenfalls ausreichend Zeit gelassen, bevor wir die konkrete Beauftragung gemacht haben – und geschaut, dass wir so viel wie möglich schon abbilden können im ersten Angebot“, so Gerhard Gölles abschließend zu der Anfangsphase.

4.  Das Erfolgsrezept: Wie stellt sich die Lösung nach der Umstellung heute dar? Welchen Erfolg bzw. welche zusätzlichen Möglichkeiten eröffnet Ihnen nun die neueste Version MEGABAU 365? Was läuft im täglichen Alltag besser und wer profitiert davon?

Sigrid Ofner geht zunächst kurz auf die erste Phase nach der Umstellung ein: „Anfänglich hat es noch kleine ‘Kinderkrankheiten‘ geben. Aber dadurch, dass wir eine sehr intensive Test- und Prüfungsphase im Vorfeld gehabt hatten, gab es bei uns nicht die große Angst vor der Umstellung. Ein paar der Kinderkrankheiten sind zwar auch heute noch existent, aber die werden ‘peu a peu‘ aufgearbeitet. Dafür bietet uns die neue Version eine Menge neuer Möglichkeiten: Der Zahlungsverkehr ist jetzt endlich up-to-date – da haben wir die neuesten Versionen: Wir können Bankeinzüge importieren, exportieren. Es funktioniert alles wieder. Und die neuesten Ausschreibungen können eingelesen werden.“

„Für uns war es auch sehr wichtig, dass wir nun firmenintern einen einheitlichen Prozess abbilden können, weil unsere zwei Werkstätten – also die Aluwerkstatt und die Kunststoffwerkstatt – vorher mit unterschiedlichen Prozessen in der Fertigungsabarbeitung gearbeitet haben. Das haben wir jetzt standardisiert – das heißt, die arbeiten nun beide mit Fertigungsaufträgen“, so Ofner weiter.

„Bis vor der Umstellung mussten wir weiters die Arbeitszeit extern erfasst haben in einem zusätzlichen Access-Modul, das von uns irgendwie ‘zusammengeschustert‘, also zusammenprogrammiert worden ist – und jetzt läuft alles in einem System. Das heißt, ich habe alle Zahlen, Daten, Fakten, die ich benötige – sei es aus der FiBu, sei es auf Projektpostenebene in einem System abgebildet – und das ist schon ein Nutzen, den man stark spürt“, freut sich Sigrid Ofner über die deutlich merkbaren Verbesserungen im täglichen Betrieb.

„Merkliche Verbesserungen gibt es auch auf der Ausschreibungsseite“, so Ofner weiter. „Die Ausschreibungstellen bekommen jetzt den Datenträger wieder 1 zu 1 raus, wie sie es vorher nicht gewohnt waren. Weil davor gab es einfach eine handschriftliche Version aus Navision und es wurde aus einer Ausschreibungsdatenbank etwas heruntergeladen. Jetzt kommt wirklich alles aus einem System. Das heißt, auf jede Änderung kann sofort eingegangen werden, das ist eine wesentliche Erleichterung. Auch für uns intern – für die Objektleiter – weil sie nun ganz genau sehen, welche Kosten gebucht sind, wie sieht es insgesamt aus, wie sieht der DB aus und so weiter. Das sind schon Sachen, die den internen Ablauf sehr vereinfacht haben.“

Abbildung Fassade Stutenseebad

Zusätzlich wurde im Rahmen der Umstellung auch das von Strussnig verwendete Fensterbauprogramm an das ERP Business Central und MEGABAU angebunden – mit neu programmierten, mit einander kommunizierenden Schnittstellen. Auch das Kalkulationsprogramm der Alu-Abteilung wurde angepasst und zentral an Business Central angebunden.

Sigrid Ofner dazu im Detail: „Wir haben die Daten aus der Alu-Fertigungsdatenbank zwar vorher auch schon einspielen können, in das alte Navision. Nur war es davor ein bisschen anders, weil da ist es nicht in einen Fertigungsauftrag eingespielt worden, sondern es ist in eine Bestellung eingespielt worden. Und jetzt, damit der Prozess vereinheitlicht ist, werden die Alu-Daten auch in einer Fertigung eingelesen – und nicht gleich in eine Bestellung.“

Zusätzlich wurde bereits im Vorfeld des Projekts die Frage „On-Prem versus SaaS“ beleuchtet – Gerhard Gölles dazu: „Wir sind aktuell bewusst On-Prem geblieben. Das war zwar auch ein Thema zu Beginn – gehen wir in die SaaS-Cloud oder nicht? Die SaaS-Cloud ist sicherlich die Zukunft – ja das stimmt, wissen wir auch, aber das ist auch eine Kostenfrage gewesen. Deswegen sind wir vorerst On-prem geblieben.“

5.  Das Erfolgsrezept: Wie stellt sich die Lösung nach der Umstellung heute dar? Welchen Erfolg bzw. welche zusätzlichen Möglichkeiten eröffnet Ihnen nun die neueste Version MEGABAU 365? Was läuft im täglichen Alltag besser und wer profitiert davon?

Wie haben Sie die System-Migration insgesamt erlebt und welchen konkreten Nutzen erbrachte das Team von Network Dimensions / ND Projects bei der konsequenten Umsetzung in Ihrer Organisation?

Sigrid Ofner mit ein paar konkreten Details zum Projektablauf bei der System-Migration: „Wir haben eine relativ große Datenmenge gehabt. Dadurch hat die zweite Testmigration sehr lang gedauert. Ursprünglich wäre der Go live mit Anfang September geplant gewesen. Nach der zweiten Testmigration haben wir jedoch gesagt, das können wir nicht machen – denn im September ist bei uns Hochsaison und für 14 Tage das System lahmzulegen oder eventuell Mehraufwand durch doppelte Buchungen im alten System – und dann nachträglich noch ins neue System, das geht nicht.“

„Daher haben wir einstimmig beschlossen, dass wir die Echtmigration in unseren Betriebsurlaub verlegen. Über Weihnachten und Silvester hat unsere Firma 3 Wochen Betriebsurlaub – in diesen Zeitraum haben wir also die Echtmigration verlegt. Dadurch hat sich natürlich für uns ein größeres Zeitfenster ergeben, in dem wir wirklich ausreichend testen, prüfen und schulen konnten – um beim Go Live vor keinen großen Probleme mehr zu stehen“, so Ofner weiter.

Gerhard Gölles ergänzt: „Also, der Schwerpunkt im Projekt waren natürlich die 2 Schnittstellen zu unserem Fensterbauprogramm und zum Kalkulationsprogramm der Alu-Abteilung. Das war wirklich ein iterativer Prozess, bis wir immer mehr und mehr vom Proof of Concept bis zur funktionsfähigen Schnittstelle alles hingekriegt haben – das war die Herausforderung. Anfangs war es so geplant, dass Network Dimensions auch die Schnittstelle macht, aber im Laufe des Projekts sind wir draufgekommen, dass es sinnvoller ist, dafür die Experten der Fensterbausoftware direkt dazuzuholen: Die haben dann vieles abgenommen – was zwar eine teilweise Budgetverschiebung bewirkt hat, aber am Ende des Tages ist sich alles gut ausgegangen für beide Seiten.“

„Eine weitere Herausforderung war die Testmigration – also genauer gesagt, die zweite. Die erste Migration wurde von Network Dimensions sukzessive gemacht, in den Sommerferien – diese war dann irgendwann fertig. Und bei der zweiten, die dann wichtig war für die Live-Migration, haben wir die Zeit gestoppt, wie lange man braucht. Und nachdem ja genügend historische Daten da waren, kamen wir für die Migration auf eine kalkulierte Dauer von 14 Arbeitstagen durchgängig – und wir wollten am 1. September live gehen. Allerdings 2 Wochen kein System zu haben in der Hochsaison, das kam für uns nicht in Frage. Bei den Prozessen waren wir auch noch nicht so weit, dass wir sagen konnten, die Schnittstelle funktioniert bereits hundertprozentig. Daher haben wir den Go-live verschoben auf Dezember, in die Zeit unseres 3-wöchigen Betriebsurlaubes“, so Gölles weiter.

Gölles ergänzt zufrieden: „So ist alles sehr gut über die Bühne gegangen – es hat sich wirklich gelohnt, dass wir den Go-Live zeitlich verschoben haben, rechtzeitig. Es war, glaube ich, etwa Mai / Anfang Juni, als wir das festgelegt haben. Auf diese Weise ist sich alles schön ausgegangen bis zum Livestart bis Dezember, bis wir mit der Migration gestartet haben – wo wir alle Prozesse abbilden, testen und die Key User schulen konnten. Wir sind da in einen richtig guten, positiven Flow gekommen, ohne dass irgendjemand überfordert gewesen wäre.“

Daniel Orter, Teamleitung Projekte bei Strussnig, und Sigrid Ofner, die beide auch die Key User geschult haben, stimmen dem unisono zu: „ Das Timing hat damit sehr gut gepasst – und der Live-Start war dann auch sehr entspannt und ruhig.“

Gerhard Gölles dazu zusammenfassend: „Also, das waren die 2 Knackpunkte – die Migration und die Schnittstellen programmieren. Ist aber üblich, es war nichts außergewöhnlich.“

Zur Zusammenarbeit mit Network Dimensions ergänzt Gerhard Gölles sichtlich zufrieden: „Es war alles sehr partnerschaftlich. Am Anfang muss man sich natürlich mal kennenlernen – wenn etwas mal nicht gepasst hat, wurde gleich reagiert, von beiden Seiten. Wir haben immer geschaut, dass die Balance gut war und das letzte halbe Jahr war es dann schon ein gutes, eingespieltes Team von beiden Seiten.“

6.  Das Erfolgsrezept: Wie stellt sich die Lösung nach der Umstellung heute dar? Welchen Erfolg bzw. welche zusätzlichen Möglichkeiten eröffnet Ihnen nun die neueste Version MEGABAU 365? Was läuft im täglichen Alltag besser und wer profitiert davon?

Gerhard Gölles zu den 3 Highlights aus seiner Sicht: „Also, für mich sind es die folgenden 3 Punkte:

  1. Moderne ERP-Plattform: Erstens, wir haben jetzt eine wirklich moderne ERP-Plattform – also state of the art, Microsoft Dynamics 365 Business Central in der Version BC 26 auf aktuellem Technologiestand
  2. Massive Vereinfachung der Systemlandschaft: Zweitens haben wir nun eine stark vereinfachte Systemlandschaft und keine 100 Module mehr oder verschiedene Programme, sondern integrierte Systeme statt einer Vielzahl an Insellösungen. Also weniger Excel, keine losgelösten Berichtsauswertungen mehr etc.
  3. Effizientere Prozesse: Und drittens, effizientere und einheitlichere Prozesse im Unternehmen natürlich. Wir haben geschaut, dass wir von unseren Geschäftsabläufen soviel wie möglich in BC und MEGABAU durchgängig abbilden.

Das ist die Basis für zukünftiges Wachstum – oder auch für künftige Anpassungen und Optimierungen.“

7. Learnings: Was konnten Sie daraus für künftige Umsetzungsvorhaben lernen und welche Erfahrungen würden Sie anderen Unternehmen gerne in diesem Zusammenhang weitergeben?

Gerhard Gölles fasst einige Learnings und Erfahrungen aus seiner Sicht zusammen:

  • Frühzeitige Projektvorbereitung & Kenntnis der eigenen Prozesse: Also, frühzeitige Projektvorbereitung auf Kundenseite ist immer einer der wichtigsten Punkte. Umso besser sich ein Unternehmen vorbereitet, die eigenen Prozesse schon kennt – auch die eigenen Pain Points, umso klarer kann ein Projektpartner Aufwandsschätzungen machen, Lösungen finden und dann hat man diesen Ärger nicht mitten im Projekt. Man kann nie alles abbilden – die ganzen 100%, aber das ist sicher einer der wichtigsten Punkte: vorbereiten und wissen, was ich will, was ich brauche und auch was ich nicht will.
  • Einbindung der Fachbereiche: Dann ist auch die Einbindung der Fachbereiche wichtig. Eine ERP-Einführung ist ja nicht nur eine Unternehmensentscheidung, sondern es betrifft alle Mitarbeiter. Also sollten auch die Key User miteingebunden werden – weil die bedienen das System.
  • Strukturierte & organisierte Projektumsetzung: Eine strukturierte, organisierte Projektumsetzung ist auch sehr wichtig – Meilensteine definieren. Budget immer abgleichen, auch zu den Meilensteinen. Und regelmäßige Abstimmungen mit der Projektleitung, auch budgetmäßig.“
     

Daniel Orter ergänzt an dieser Stelle ein weiteres Learning, das ihm sehr wichtig ist:

  •  „Change Management: Ganz wichtig ist auch entsprechendes Change Management. Das ist bei einem solchen Projekt natürlich auch gefordert – überhaupt, wenn man bedenkt, wieviele Versionssprünge wir gehabt haben. Und wenn man bedenkt – es gibt Personen, die arbeiten seit 25 Jahren im Unternehmen und kennen seit 25 Jahren ein Programm: wie es aussieht, wie es funktioniert, was es tut – und nach einem Vierteljahrhundert gibt es nun eine Änderung. Das grundlegende System ist ähnlich, aber allein die Optik, die sich unterscheidet, kann schon eine Riesenhürde sein für manche Personen – Change Management darf man da also nicht vernachlässigen.“
     

Gerhard Gölles ergänzt zum Abschluss noch ein weiteres Learning, das er zuvor im Gespräch bereits teilweise erwähnt hatte:  

  •  Gutes Timing für den Go live finden & Vorarbeiten erledigen: Wichtig ist es auch ein gutes Timing finden, wenn man dann tatsächlich den Go live macht. Weil zu Projektbeginn haben wir nicht gewusst, wie lange die Migration dauert. Ich bin ursprünglich von etwa 4 bis 5 Tagen ausgegangen – aber dass die kalkulierte Durchlaufzeit dann 14 Tage gewesen wäre, hat uns zunächst dann natürlich schon geschockt. Aber ich glaube, bei der Live-Migration waren es dann tatsächlich ohnehin nur mehr 8 Tage, weil wir auch noch vieles bereinigt haben: viele Mandaten schon im Vorfeld gelöscht, auch viele Artikel – gesperrte Artikel waren ja hundertzwanzigtausend im System drinnen, die haben wir auch im Vorfeld gelöscht. Das haben wir also schon verschlankt – das heißt diese Vorarbeiten haben dann auch schon bewirkt, dass es in Wahrheit zügiger gegangen ist.
     

8. Aktuelles & Ausblick auf nächste Schritte –
was haben Sie geplant?

Gerhard Gölles zu den nächsten geplanten Schritten: 

  • „Weitere System-Updates: Also die nächsten Updates kommen auf jeden Fall – wir sind mal mit BC 26 live gegangen. Und jetzt kommt ja schon bald BC 28 und dann im Oktober BC 29. Im vierten Quartal werden wir dann das Update machen – also sicherlich bei allen drei Versionen. Mit dem Restbudget von Network Dimensions haben wir nun auch Phase 3 des Projekts definiert – wir haben dazu in Kürze eine erste Abstimmung, was wir konkret machen wollen. Da brauchen wir dann auch wieder eine Aufwandschätzung.
  • Fortlaufende Optimierung & Automatisierung: „Wir wollen weiterhin Optimierungen machen, wo es geht – auch Automatisierungen. Weil Go-live, heißt ja nicht, dass jetzt alles passt, sondern man startet einmal – und dann kommt man im täglichen Leben drauf – wie oft klicke ich da, was kann man da noch verschlanken etc.? Also, wo kann man da noch etwas optimieren – oder was gibt es an möglichen Fehlerquellen, die man auch noch minimieren kann? Das ist jetzt im ersten Jahr ganz selbstverständlich, dass man das noch macht.“

Ihr Ansprechpartner

Wir freuen uns über Ihr Interesse und melden uns umgehend bei Ihnen.

Michael Hillebrand
Key Account Manager
ND Projects GmbH

+43 1 713 01 34 - 400
sales@netdim.at

 

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